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Wolderuskapelle – Stadtfuehrer Herford

Wolderuskapelle

hp photosmart 720

Unmittelbar nördlich der Münsterkirche steht auf dem Gelände der Abtei die Wolderuskapelle. Bei Grabungen wurden mehrere Vorgänger des jetzigen Gebäudes nachgewiesen.

 

Die ursprüngliche Wolderuskapelle soll die älteste Kirche des Stiftes Herford gewesen sein. In der Kapelle lag der Überlieferung zufolge der Heilige Waltger (gestorben 825), der Gründer des Frauenstifts, begraben. In der Vita Waltgeri wird darüber berichtet: “Sein Leichnam wurde mit Nachtwachen, Gebeten und feierlichen Messen ehrenvoll im nördlichen Teil der Stadt in der Kirche, die er selbst gebaut hat, bestattet.” Mehrfache Wunder am Grab des Stiftsgründers bewogen die Fürstäbtissin Swenehildis um 1051, eine Suchgrabung nach den Gebeinen Waltgers durchzuführen.

 

Dazu heißt es in der Vita: “Hernach ließ die Frau Äbtissin Swenehildis –seligen Gedenkens- wegen der allgemeinen Verehrung des Herrn Waltger über seinem anbetungswürdigen Körper eine Kirche aus glatten Stein erbauen. (Hier handelt es sich um einen Vorgänger der Münsterkirche.) Nach ihrer Vollendung ließ sie die Kirche zur Ehre der hl. Apostel am 4. September durch den ehrwürdigen Bischof Imad von Paderborn weihen. Auf Ratschlag des Bischofs gruben sie den im nördlichen Teil des Stifts beigesetzten kostbaren Schatz aus, erhoben die heiligen Gebeine und setzten sie vor dem Apostelaltar am 6. Juli in einem schönen Mausoleum ehrenvoll wieder bei.”

 

Die Spur der Waltger-Reliquien verlieren sich in der Reformationszeit.

 

Exakt schriftlich belegt ist die Kapelle erstmals für das Jahr 1285. 1363 wird ein größeres Gebäude errichtet. Seit dem Spätmittelalter erfolgte der Zugang direkt über eine Tür im Kreuzgang. 1735 wurde das alte Gebäude abgerissen und der bis heute bestehende barocke Saalbau errichtet. Aus dieser Zeit sind die Kanzel mit Akanthus- und Bandelwerk sowie der Altartisch erhalten. Noch aus dem Vorgängerbau stammt ein Epitaph von 1653. Es zeigt die Äbtissin Louise von der Pfalz  und eine Verwandte.

 

Von 1807 bis zur Einweihung der Petrikirche 1902 war die Wolderuskapelle die Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde. In dieser Zeit wurde sie noch heute deutlich sichtbar nach Westen erweitert. Nach dem die reformierte Gemeinde ihre neue Petrikirche am Wilhelmsplatz bezog, wurde es ruhig um die kleine Kapelle. Seit 1962 dient sie der griechisch-orthodoxen Gemeinde als Nektarios-Kapelle. An den Wänden hängen heute extra für die Kirche gefertigte Ikonen eines griechischen Ikonenmalers. Kaum ein Quadratzentimeter wurde bei der farbenfrohen Ausgestaltung ausgespart.

 

1981 wurde die Wolderuskapelle unter Denkmalschutz gestellt.