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Synagoge – Stadtfuehrer Herford

Synagoge

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Am 13. August 1852 wurde an der Komturstraße 23 eine erste Synagoge eingeweiht. In den 1890er Jahren reichte das Gebäude für die Bedürfnisse der fast auf 300 Mitglieder angewachsenen Herforder jüdischen Gemeinde nicht mehr aus.

 

1892/93 wurde das Gotteshaus erweitert und grundlegend umgebaut, daneben entstand das neue Schul- und Gemeindehaus. Beide Gebäude wurden in Formen der neogotischen Backsteinarchitektur errichtet. 1934 setzten SA-Leute zum ersten Mal die 1893 eingeweihte Synagoge in Brand. Zur Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge erneut angezündet.

 

Am 30. Oktober 1939 musste die jüdische Gemeinde das Grundstück für 4732,- Reichsmark an die Stadt Herford zur Anlage eines Parkplatzes verkaufen. Nach dem Krieg gab die Stadt das Gemeindehaus an die jüdische Gemeinde zurück. Von einst 200 Gemeindemitgliedern kehrten nur zwei Dutzend nach Herford zurück. Im Laufe der Jahre wuchs die Gemeinde vor allem durch den Zuzug vieler Menschen aus der früheren Sowjetunion.

 

Seit Beginn der 1990er Jahre erwog die Gemeinde einen Synagogenneubau. Am 29. Mai 2008 wurde der erste Spatenstich für den Bau einer neuen Synagoge getan, genau da, wo in der Reichspogromnacht das alte Gebäude zerstört wurde. Die jüdische Gemeinde Herford-Detmold entschied, das neue Gebäude im Stil des alten Gotteshauses zu errichten.

 

Fast zwei Jahre später, am 14. März 2010, wurde die neue Synagoge eingeweiht. Das neue Gebetshaus, das bis auf die unauffälligsten Details voller Symbolik steckt, hat zwei Millionen Euro gekostet (Finanzierung: 1/3 kommunaler Anteil, 1/3 Land NRW, 1/3 Jüdische Gemeinde) und wurde vom Herforder Architekt Paul-Gerhardt Dahlmeier entworfen. Die Bleiglasfenster zeigen den Judenstern, aus dem Tränen regnen.

 

Der Synagogensaal im Obergeschoss bietet Platz für 92 Menschen. Die Decke wird von 248 Dioden-Lampen erleuchtet, symbolisch für die 248 jüdischen Gebote und den Sternenhimmel, dessen Abbild über Jerusalem dem  im Jahr 2010 entspricht. Zur Einweihung waren der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, anwesend.
Literatur:
Wir freuen uns und wir weinen …”
Wiederaufbau der Herforder Synagoge
TPK Verlag, Fotografie: Sven Nieder, Jürgen Escher

 

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