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Schillerdenkmal – Stadtfuehrer Herford

Schillerdenkmal

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Hermenbüste “Friedrich von Schiller”

 

Wilhelmsplatz, Ecke Schillerstraße/Arndtstraße
1. Fassung Eingeweiht  9. Mai 1905
1.672,05 Mark
Demontage vermutlich 1942
2. Fassung Januar 1956
Sockel aus Obernkirchner Sandstein

 

Ausführung des ersten Modells:
Johann Heinrich Dannecker (* 1758 in Stuttgart; † 1841 in Stuttgart)
Ausführung des Gussmodells:
Theodor Wagner (*1800 in Stuttgart, † 1880 in Stuttgart)

 

An der Schillerstraße findet sich heute auf einem unscheinbaren Sandsteinsockel die Büste eines der größten deutschen Dichter, Friedrich Schiller. Doch sie stand nicht immer hier im Gebüsch. Bis Anfang der 40er Jahre war sie Mittelpunkt einer kleinen Anlage am Rande des Wilhelmsplatzes. Nachdem bereits länger private Interessenten die Errichtung eines Schiller-Denkmals angeregt hatten, gab schließlich der Herforder Magistrat in seinen Sitzungen vom 11. April und 19. Mai 1905 die Zustimmung zur Gestaltung der Anlage. Man war spät dran in Herford. Schließlich befand man sich bereits inmitten der Feierlichkeiten, die reichsweit anlässlich der einhundertsten Wiederkehr des Todestages des Dichterfürsten stattfanden.
Aber es wurde eine würdige Gedenkstätte. Die Schillerbüste auf einer repräsentativen Sandsteinsäule  wurde von einem geschwungenen Sockel flankiert, dessen Enden in Voluten ausliefen. Die schön gärtnerisch gestaltete Anlage wurde durch einen Eisenzaum gesäumt, alles in einem Hauch Jugendstil. Die Büste war schön, aber Massenware. Es war der Abguss eines Modells, das mittlerweile auch schon 68 Jahre auf dem Buckel hatte. Schöpfer des ursprünglichen Originals war Johann Heinrich von Dannecker, einer der bedeutendsten Bildhauer und Zeichner des Klassizismus in Deutschland. Der spätere Professor der Hohen Karlsschule Stuttgart war ein Jugendfreund des 1805 verstorbenen Friedrich Schiller. Das lebensgroße Gipsmodell der Büste entstand bereits zu Lebzeiten Schillers, die überdimensionale Marmorausführung fertigte Dannecker von 1812 bis 1814. Diese monumentale Marmorskulptur hatte mit der Physiognomie Schillers nicht mehr viel zu tun.
Nach dem ursprünglichen Gipsmodell schuf 1837 der Stuttgarter Theodor Wagner, Schüler Danneckers und später ebenfalls Professor der Bildhauerkunst, die Vorlage für den Guss mehrerer Büsten, zu der auch die Herforder zählt. Die ist auf der Rückseite vertieft bezeichnet: “Th. Wagner fec./Stuttgart 1837″.
Schnell wurde die fertig gekaufte Büste in die Anlage montiert und so konnte pünktlich das Jubiläum begangen werden. Im Magistratsbericht vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 liest sich das so:
” Auf Einladung des Komitees der Herren, welche den Schillerstein aus privativen aufgebrachten Mitteln gestiftet, fand am 9. Mai 1905, dem 100 jährigem Todestage des großen Dichters, eine würdige Feier statt, welcher die städtischen Behörden beiwohnten. Der Direktor übergab das malerisch und geschmackvoll am schönen Wilhelmsplatz belegene Denkmal der Stadt und der Oberbürgermeister übernahm dasselbe in Schutz und Unterhaltung namens des Magistrats.”
Der Text der Gedenktafel war dagegen denkbar kurz: “Schiller zum 9. Mai 1905″.
Bei der Sammlung für das Denkmal wurde ein Überschuss von 100,00 Mark erwirtschaftet. Das sollte der Stammbetrag für einen zu gründenden Schiller-Fond werden, aus welchem den Schülern der Volksschulen ausgewählte Schillersche Werke gewidmet werden sollten.
Über viele Jahre war die kleine Anlage gern gewähltes Foto- und Ansichtskartenmotiv.
Dem Schillerkopf drohte schließlich das gleiche Schicksal, das vielen anderen Denkmalen beschieden war. Zu Beginn der 40er Jahre war er bereits als Kriegsmetallspende demontiert und nach Hamburg gebracht worden. Anfang 1951 wurde er dort auf einem Schrottplatz entdeckt. Der Verschönerungsverein kaufte die Büste und holte sie nach Herford zurück. Neuer Standort sollte nach Vereinswunsch der Bürgervereinsplatz Auf der Freiheit werden. Für die Gestaltung des neuen Denkmals fertigte Prof. Hinkeldey drei Entwürfe an, ein weiterer kam von einem auswärtigen Architekten. Hinkeldeys Entwürfe wurden als zu teuer (2.000, 3.000 und 4.000 Mark) und gewaltig abgelehnt. Auch der gewünschte Standort fand nicht die Zustimmung der Politiker.
Am 3. September 1951 beschloss der Kultur- und Werbeausschuss schließlich, dass die Büste wieder zurück an die Arndtstraße kommt. Dann war der Schwung schon wieder aus der Sache heraus. Knapp fünf Jahre dauert es noch, bis der Plan doch noch umgesetzt wird und Ende Januar die Büste in die Nähe ihres ursprünglichen Standortes zurückkehrt.
Später wurde sie noch einmal umgesetzt und steht heute eher unscheinbar am Rande der Schillerstraße.