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Reliefs zur Stadtgeschichte – Stadtfuehrer Herford

Reliefs zur Stadtgeschichte

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Hotel zur Fürstabtei, Durchgang
Eingeweiht am 7. Juni 2002
Gipselemente mit Polymer gegossen, Bronzeanteil
Kosten ca. 25.000 Mark

Ausführung: Mathias Polster (*05.12.1958 Karl-Marx-Stadt)
1975-77 Lehre als Stuckateur
2000 Ausbildung zum Stuckateurmeister
Restaurator im Handwerk, Arbeiten im Denkmalsschutz und Restaurierung
Fachgebiet mittelalterliche Baugeschichte
Stadtführer in Herford

Stifter Heinrich Wemhöner (* 23.06.1929 in Herford, †24.06.2006 in Herford)
seit 2004 Ehrenbürger der Stadt Herford

“Ich möchte mit meinen Aktivitäten die bedeutsame Herforder Geschichte für alle Menschen erlebbar machen”
Heinrich Wemhöner, September 2000

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung seines Hotels “Zur Fürstabtei” am 1. April 1999, plante  Heinrich Wemhöner im Durchgang des Hauses eine Galerie mit historischen Ansichten Herfords zu schaffen. Gemeinsam mit Mathias Polster machte er sich an die Auswahl der Motive. Heinrich Wemhöner hatte Polster bei den Restaurierungsarbeiten am Hotel zur Fürstabtei kennen gelernt. Der Stuckateur, der in Sachsen auch in den klassischen Stucktechniken ausgebildet worden ist, gestaltete hier unter anderem das große Wappen im Äbtissinnen-Saal und das Relief mit dem Motiv des Merianstich. Auch einige Zeichnungen im Hotel sind von ihm.
Die ersten handschriftlichen Notizen von Heinrich Wemhöner stammen vom Beginn der Planungsphase, Januar 2000. Von Anfang an stand fest, dass in der Mitte das Relief des Merianstiches platziert würde. Die weiteren Motive sollten Situationen und Standorte zeigen, die im engen Zusammenhang mit der Stadtgeschichte standen und so nicht mehr vorhanden waren. Am 13. Februar 2000 begannen die Arbeiten. Als Atelier wurden Räume in der Fabrik am Hasenbrink freigemacht. Über Monate führte Heinrich Wemhöner voller Stolz Besucher die Treppen hinauf in den 3. Stock. Viele von ihnen fungierten auch als Berater. Das Ziel, möglichst genau nicht mehr existente Orte nachzubilden, machte aufwändige Recherchen notwendig. Mit dabei war auch Friedrich Brasse, ehemaliger Pfarrer der Stiftberger Marienkirche. Wie er haben viele Menschen während der Arbeiten die Werkstatt am Hasenbrink besucht, es wurde zum offenen Atelier. Der Alte Markt mit dem Altstädter Rathaus war das erste Motiv, das umgesetzt wurde. Nach über 150 Arbeitsstunden war das Relief fertig, es war mit Abstand die aufwändigste Arbeit. Es folgten die Abtei, das Münster mit der Klosteranlage, die Stadtbefestigung am Bergertor und der Stiftberg. Am 25. September war mit dem Friedrichs-Gymnasium das letzte Relief fertig gestellt. Lange hatte sich Polster gegen dieses Motiv gewehrt. Es war ihm zu “jung”, zu bekannt. Er hatte jedoch keine Chance. Die geballte Argumentationswelle von Heinrich Wemhöner und Paul Otto Walter, einem ehemaligen Lehrer des Gymnasiums, überspülte seinen Widerstand.
Die fertigen Gipsmodelle wurden direkt in der Werkstatt mit Polyurethanmasse abgeformt. In die fertigen Formen wurde ein erstmals eingesetztes Gips-Kunststoff-Bronze-Gemisch eingegossen. Heute arbeiten beispielsweise Bühnenbildner in Österreich mit diesem in Herford erstmals getesteten Materialgemenge. Insgesamt wurde in den oberen 3-5 mm der Oberfläche der Platten 60 kg Bronzepulver verarbeitet.
Am 30. September 2000, dem Tag des offenen Denkmals, wurden die Reliefs der Öffentlichkeit vorgestellt. Dass die Ansichten nicht mit der Pöppelmann-Medaille ausgezeichnet wurden, hat Heinrich Wemhöner sehr getroffen. Im gleichen Jahr wurde jedoch schon seinem Sohn Heiner die Medaille verliehen. Zwei Wemhöner in einem Jahr, das war den Juroren wohl doch zu viel.

Literatur: Herfords Geschichte, Paul-Otto Walter 2006