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Kurfürstendenkmal – Stadtfuehrer Herford

Kurfürstendenkmal

Kurfuerstendenkmal_01_1902.JPG_g

Heinrich Wefing


Eingeweiht 26. September 1902
Kosten rd. 18.100 RM (davon an Wefing 7.277,63 RM)
Höhe mit Sockel 6,75m, bayerischer Granit-Sockel 3,50m
im September 1942 demontiert und eingeschmolzen


Künstler:


Heinrich Wefing (* 12.09.1854 in Eickum; † 06.07.1920 in Berlin)
Wefing studierte ab 1871 in Berlin an der Königlich-Preußischen Akademie (1875 umbenannt in Königlich-Akademische Hochschule für bildende Künste). 1907 bekommt Wefing das Patent zum Königlich-Preußischen Professor verliehen. Er schuf eine ganze Reihe Denkmale für den Raum Herford, unter anderem das Wittekinddenkmal, das Kriegerdenkmal, die Grabstätte der Familie Siveke auf dem alten Friedhof Hermannstraße, den Roon-Stein in Laar oder das Relief zur Wittekinds Taufe in der Stiftskirche Enger. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Aufträge knapp, Wefing hielt sich als Kunstlehrer über Wasser. Mit 65 Jahren starb er an einer schweren Grippeerkrankung.

War es tatsächlich eine kleine Notiz in einer Herforder Tageszeitung, die im Vorfeld der Einweihung des Mindener Denkmals Wellen bis nach Berlin schlug? War es möglicherweise eine unbedachte Äußerung, ein Scherz oder tatsächlich der aufrichtige Wunsch nach diesem Denkmal? Wie dem auch sei. Am 22. Dezember 1900 teilte der Regierungspräsident zu Minden den Herfordern einen gemeinsamen Erlass des Ministers für geistliche Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten und des Ministers des Innern mit.  In welchem: “… Se. Majestät der Kaiser und König der Stadt Herford  zu einem in dieser Stadt aus Veranlassung der 250 jährigen Jubelfeier ihrer Zugehörigkeit zu Brandenburg-Preußen zu erbauendes Denkmal des Großen Kurfürsten anzubieten geruht habe.”
Die Preußen hatten dafür die Kopie eines durchaus repräsentativen Standbildes im Sinn, das gerade gefertigt worden war und ab 1901 an der Berliner Siegesallee im Tiergarten stand. Bildhauer war Fritz Schaper, ein bedeutender Vertreter der Berliner Bildhauerschule. Er hatte bereits 1900 das Standbild des Großen Kurfürsten auf der Bielefelder Sparrenburg geschaffen.
Doch die Herforder zeigten kein Interesse. Sie bedankten sich artig und baten, ablehnen zu dürfen. Denn wenn schon, wollten sie ein eigenes Denkmal. Von ihrem eigenen Künstler.
Der Kaiser stimmte zu.
Im Winter 1900/01 hatte Wefing bereits das Modell gefertigt. Nachdem Se. Majestät einige Änderungen angeordnet hatte, wurde am 19. Juli die Genehmigung erteilt. Das Denkmal zeigt am Sockel die Wappen der Abtei, von Brandenburg und der Stadt Herford.
Auf Einladung Quentins versammelten sich am 1. März 1901 mehrere Bürger im Bürgerverein, um ein Komitee für den Fest- und Denkmalsbau zu wählen. Die Sitzung war schlecht besucht. Nachdem die meisten Eingeladenen ihr Desinteresse zum Ausdruck gebracht hatten, teilte ihnen Quentin kurzerhand mit, dass er ihre Abwesenheit als Zustimmung für die Pläne deuten würde. Vorsitzender des Ausschusses wurde schließlich Ludwig Quentin, der selbst keine Vorbehalte gegen das Denkmal hatte.  Als Platz wurde das Vorterrain des neuen Eisenbahnstationsgebäudes bestimmt.
Der Kaiser Wilhelm II. selbst blieb der Einweihungsfeier fern, vertreten wurde er durch seinen Sohn Wilhelm, Sr. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches und Preußen.
Das Ende des Standbildes kam im September 1942 recht unspektakulär. Es wurde kurzerhand abmontiert und eingeschmolzen. Ende der 50er beseitigte man mit dem Granitsockel die letzten Reste des Standbildes. Zerlegt in seine Einzelteile, wurde er im Hinterhof eines Baugeschäftes fast völlig vergessen. Als man sich 2002 der Fragmente erinnerte, versuchte der Unternehmer Heinrich Wemhöner diese wieder in die Stadt zu bringen. Doch wohin? Letztendlich wurden die Einzelteile an der Aa, neben der Hermannstraße schön säuberlich in den Aawiesenpark drapiert, wo sie weiter nicht stören und in Ruhe Gras über sie wachsen kann.

 

Literatur: Herfords Geschichte, Paul-Otto Walter 2006