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Kranefuß-Gedenkstein – Stadtfuehrer Herford

Kranefuß-Gedenkstein

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Kaiser-Friedrichwall, heute Pöppelmann-Wall
1. Fassung Mitte Mai 1918
Gneis, Metallplatte

 

2. Fassung 26. Oktober 1976
Gneisfindling, Metalltafel

 

Bereits 1765 genehmigte der preußische König Friedrich II der verschuldeten Stadt Herford die Versteigerung der Wallanlage in mehreren Einzelpositionen. Lediglich der Schützenwall war davon ausgenommen. Nachdem die meisten Grundstücke an der alten Stadtmauer verkauft waren, wurden sie überwiegend landwirtschaftlich genutzt. An den wenigen Stellen, an denen sich der erste, ursprüngliche Stadtgraben, der Binnengraben des 13. Jahrhunderts noch erhalten hatte, wurde er bald komplett verfüllt. Nur der äußere, der Butengraben blieb erhalten.

1874 baute sich der Herforder Fabrikant Schönfeld auf dem alten Rondell am Deichtorwall eine prächtige Villa. In diesem Bereich begannen schließlich auch die Arbeiten an der neuen Promenade. Wenige Jahre zuvor, 1870, wurde in Herford der Verschönerungsverein gegründet. Eines seiner Ziele war, den heruntergekommenen Stadtwall als komplett die Stadt umlaufende Promenade zu gestalten. Eine der Schwierigkeiten war der Ankauf der benötigten Grundstücke. 1883 wurde das erste hergerichtete Stück Wall, zwischen dem Deich- und dem Steintor, allgemein für die Bürger freigegeben. Nach mehr als zwanzig Jahren unermüdlichen Engagements hatte es der Verschönerungsverein geschafft, aus dem aus einzelnen Parzellen bestehenden Wall ein Ganzes zu schaffen. Stellvertretend dafür steht auch der Kranefuß-Gedenkstein.

Karl Kranefuß (geb. 24.02.1835 in Lübbecke, gest. 01.11.1914 in Herford) zog es schon in jungen Jahren nach Herford. Erste Erfahrungen mit der Zigarrenproduktion machte er in der kaufmännischen Abteilung der Firma Böckelmann. Am 09.12.1863 gründete er mit einem Kompagnon die Zigarrenfabrik Kranefuß & Mier. Nachdem Mier zum 30.12.1877 ausschied, führte er die Firma allein weiter. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Hermann Kranefuß die Firma, die 1928 schließlich erlosch. Die Zigarrenfabrik stand in der Mönchstraße. Später nutzte die Münstergemeinde das heute abgerissene Gebäude als Jugendheim.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich Karl Kranefuß als Vorsitzender des Herforder Verschönerungsvereins sehr für den Ankauf der erforderlichen Grundstücke am Wall eingesetzt. Als letztes Stück ist schließlich unter seiner Führung 1914 der heutige Daniel-Pöppelmann-Wall fertig gestellt worden. Das Teilstück wurde anschließend in kurzer Zeit mehrmals umbenannt. So wurde der  Rennthorwall im Mai 1918 zum Kaiser-Friedrich-Wall umbenannt, 1936 in Daniel-Pöppelmann-Wall. Seit 1955 heißt er vereinfacht Pöppelmannwall.

Nach dem Tode des Vereinsvorsitzenden wurde im Mai 1918 auf Veranlassung des Verschönerungsvereins der Kranefuß-Gedenkstein eingeweiht. Die Anlage bestand aus einem Findling, auf dem eine Bronzetafel befestigt wurde. Anwesend waren Oberbürgermeister Busse sowie mehrere Magistratsmitglieder, Stadtverordnete und Angehörige der Familie Kranefuß. Der Oberbürgermeister dankte in seiner Ansprache den Stiftern des Gedenksteins und erklärte, “dass dieser hübsche Gedenkstein nicht als ein toter Felsblock vor uns stehe, sondern zu uns rede von der mühevollen Arbeit eines Mannes, dessen Reliefbild er trägt, aber auch als ernster Mahner an die Bürgerschaft, in dem Streben der Väter, unsere hübschen Anlagen aus Dankbarkeit gegen die, die sie geschaffen haben, zu schonen”.

 

Stein und Platte verschwanden schließlich spurlos im II. Weltkrieg. Die ursprüngliche Gedenktafel wurde, wie viele andere Metallteile, eingeschmolzen.

Mitte der siebziger Jahre regten die Mitglieder des Verschönerungsvereins, gemeinsam mit der Bürgerinitiative, zur Erhaltung des charakteristischen Stadtbildes, die Wiederbeschaffung der verlorenen Plakette an. Der neue, 1,30 m hohe Gneis wurde vom Steinmetz Werner Ebeler beschafft und bearbeitet. Er befindet sich heute wieder, mit der neuen Metalltafel,  unmittelbar hinter dem Mathilden-Hospital am Pöppelmann-Wall.

Der Text:
“Karl Kranefuß 1835- 1914
Vorsitzender des Verschönerungs-Vereins Herford e. V. von 1902-1914
Herford verdankt ihm die Anlage des Pöppelmann-Walls”

 

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