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Hotel zur Fürstabtei – Stadtfuehrer Herford

Hotel zur Fürstabtei

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Wann der Fachwerkbau über einem erheblich älteren Keller errichtet wurde, ist nicht genau bekannt. Eine Tafel am Haus verweist auf Mitte des 17. Jahrhunderts. Wie eine dendrochronologische Untersuchung ergab, ist eher von einer Erbauungszeit um 1735 auszugehen. Der einfache, traufenständige Bau wurde auf einen Bruchsteinsockel gesetzt.

Erbaut wurde er als Verwaltungsgebäude auf der Freiheit der Reichsabtei Herford. Da es als Kirchengebäude nicht von den städtischen Steuerlisten erfasst wurde, lässt sich seine Geschichte in die Zeit vor der Säkularisation schlecht zurückverfolgen. Im Kataster von 1822 wird  ein Stiftskapitular von Reichmeister als Eigentümer genannt. Belegt ist wenig später, um 1825, ein Postmeister, Gottfried Friedrich Meissner.

Als man zum 1. Januar 1832 die Kreise Herford und Bünde zusammengelegte, wurde das ehemalige Abteibeamtenhaus als Landratsamt angemietet, das es große Teile des 19. Jahrhundert beherbergte. Nach dem Neubau des Kreishauses wurden die landrätlichen Besitzungen in der Elisabethstraße entbehrlich. 1899 stimmten die Stadtverordneten dem Ankauf des Gebäudes für 35.000 Mark zu. Der Sitzungssaal, der auch für Feierstunden genutzt wurde, befand sich im Bereich des heutigen Fürstinnensaales im Erdgeschoß. Nach dem Bezug des neuen Rathauses 1917 wurde das Haus in den nächsten Jahrzehnten als städtische Gewerbeschule, Post, Fuhrpark, Volksbücherei, als Jugendherberge, Bürogebäude und Volkshochschule genutzt.

Nach dem Krieg vergammelte das Haus immer mehr. Als die Stadt es nicht mehr halten wollte, wurde es 1996 für eine Mark plus Grundstückspreis angeboten. Voraussetzung für den Erwerb des denkmalgeschützten Gebäudes war allerdings ein Nutzungskonzept. Heinrich Wemhöner baute sich sein Geschichtshotel.

Das zweigeschossige Fachwerkhaus wurde dafür vollkommen entkernt, die Gefache ausgeräumt. Im April 1999 wurde nach 3 jähriger Restaurierungszeit hier mit dem “Hotel zur Fürstabtei” das erste Geschichtshotel Deutschlands eröffnet. Noch im gleichen Jahr wurde der Bauherr Heinrich Wemhöner für sein herausragendes Engagement mit der Pöppelmann-Medaille ausgezeichnet. Wenige Jahre später ließ er im Durchgang zum Hof einige Reliefs zur Stadtgeschichte anbringen.

Literatur: Herfords Geschichte, Paul-Otto Walter 2006