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Fürstenauhaus – Stadtfuehrer Herford

Fürstenauhaus

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Der verheerenden Brandkatastrophe vom 25. Juli 1638 fiel auch das Gebäude an der Radewiger Straße 25 zum Opfer. Bis zur Reformation befand sich hier möglicherweise eine Pilgerherberge der Jacobspilger. Schriftliche Quellen finden sich jedoch nur aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Als erster schreibt 1748 J.H. Hagedorn über die Herbergen in Herford, er gibt jedoch keinen Hinweis zu diesem Gebäude. Über die Herberge in der Radewiger Straße 25 berichtet als erster Carl Schwettmann 1884.

Es zeige “in dem massiven alten Hinterhause einen ganz kapellenartigen Bau mit Bogen, Pfeilern, Nischen und Postamenten für Heiligenbilder.” Weiter schreibt er über ein “großes und massives Vorderhaus mit dicken Mauern und Strebebogen an den Wänden”. Weitere Hinweise gibt es nicht. Die Quelle, auf die er sich in seiner Behauptung bezieht, ist nicht bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Schwettmann lediglich über das Innere des Gebäudes eine Vermutung aufstellte, die mittlerweile ungeprüft zur Tatsache wurde.

1590 kauft  Anton Brudtlacht das Haus von der Stadt. Der angesehene Kaufmann, Großvater Anton Fürstenaus, war bereits seit 1575 Ratsmitglied und von 1588 bis 1611 Bürgermeister der Altstadt.

Zum Zeitpunkt des Stadtbrandes gehörte das Gebäude bereits Anton Fürstenau (1593 – 1653). Er lebte als Kaufmann mit seiner Familie in dem Haus, er war Deche und damit Vorsteher der führenden Tuchmachergilde. Auf der Brandstätte wurde von ihm das erst viel später nach ihm benannte Haus aufgebaut. Die alten Kelleranlagen sind noch zum Teil erhalten. In den Giebel ließ Fürstenau eine heute kaum noch entzifferbare Inschrift einschlagen: “Es ist dir gesagt Mensch was gudt ist und was der Herr von dir fordert näl. Gottes Wort halten …. auch zeigen … und liebe üben und demütig sein für deinen Gott”

Als die Stadt 1652 in die Hände des Großen Kurfürsten fiel, wurde das Haus zweimal von den Brandenburgern gestürmt und geplündert. Danach verließ die Familie Fürstenaus die Stadt.

1996 wurden die Brüder Lembke für die vorbildliche Restaurierung des Gebäudes an der Radewiger Str. 25 mit der Pöppelmann-Medaille ausgezeichnet.

Literatur: Herforder Jahrbuch 1968, Die Jacobiten, Rainer Pape