Friedrich-Wilhelm Hospital

Friedrich-Wilhelm-Hospital_02Friedrich_Wilhelm_Hospital_1909.jpg_g

Abgebrochen.

Am 11. Februar 1854 wurde im Kreistag die Errichtung eines Krankenhauses erörtert, dessen Benutzung allen Gemeinden des Kreises zustehen sollte. In dieser Sitzung wurde der Beschluss gefasst, mit dem Bau noch im gleichen Frühjahr zu beginnen. Die Kosten für das Krankenhaus in der Radewig, das mit 80 bis 100 Betten ausgestattet werden sollte, wurden auf 20.000 Reichstaler veranschlagt. Landrat Georg von Borries wollte sich um Darlehen und Spendenaufrufe für die Finanzierung kümmern. Auch Zinsüberschüsse der Kreis-Sparkasse sollten dafür eingesetzt werden.

Nach einiger Überlegung, insbesondere zur Finanzierung, beschloss die preußische Regierung in Minden am 3. Juli, dem Bauvorhaben zuzustimmen. Auf Anfrage gab der König von Preußen am 28. März 1855 die Erlaubnis, das neue Krankenhaus nach ihm “Friedrich-Wilhelm-Hospital” nennen zu dürfen. Im Mai 1855 wurde mit den Arbeiten begonnen, am 10. November der Grundstein gelegt. Am 15. Oktober 1858 wird das unmittelbar am Wall gelegene “Friedrich-Wilhelm-Hospital” eingeweiht. Eine Woche später wird der erste Patient mit gebrochenem Bein eingeliefert.

Sanitätsrat Ernst-August Kerstein ist der erste Arzt – halbtags – und bleibt in den nächsten 31 Jahren auch der einzige Arzt des Krankenhauses. 1905/1906 erfolgen größere Umbauten und Modernisierungen, unter anderem werden elektrisches Licht und elektrisch betriebene Aufzugsanlagen eingerichtet. Eine für 1914 vorgesehene Erweiterung um 144 Betten wird durch den ersten Weltkrieg verzögert.

Mit dem davor gesetzten Neubau wurde es erst 1927 bis 1929 zeitgemäß umgebaut. Große Teile der Gebäude wurden 1943 bei einem Luftangriff zerstört. Im Herbst 1973 wurde das Gebäude abgebrochen.