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Die Opfer der Kriege mahnen zum Frieden – Stadtfuehrer Herford

Die Opfer der Kriege mahnen zum Frieden

Kriegsopfer_Bergertor_01_Opfer_der_Kriege.JPG_g

Weddigen-Ufer
Eingeweiht 30. Juni 1968
Eisen, Bildgießerei Noack, Berlin
Höhe 6,50 m

Künstler:
Paul Bronisch (*1904 in Komptendorf, Niederlausitz , †1989 in Prien/Chiemsee)
Studierte von 1923 bis 1926 an der Kunstakademie in Breslau und ab 1927 in München an der  Akademie der Bildenden Künste. Ab 1932 arbeitete er in Berlin. Nachdem sein Atelier 1943 zerbombt wurde, zog er nach Großgmail bei Salzburg. Ab 1953 hatte er eine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie in Kassel. 1965 zog er wieder zurück nach München. Bronischs Lebenswerk umfasst, nach einem fragmentarischen Werkverzeichnis, ca. 100 Exponate.

Standort, Denkmal, und Künstler. Es ist eine Geschichte voller Brüche, die in dieser Dichte in Herford nur an diesem Ort vorkommt.
Bereits seit Ende 1963 lief der Ideen-Wettbewerb für ein Mahnmal, das sich von den bisherigen Gedenkstätten in Herford unterscheiden sollte. Waren diese oft nur den gefallenen Soldaten gewidmet, sollte das neue Denkmal an alle Kriegsopfer erinnern.
Als Standort sahen die Stadtväter das Weddigen-Ufer in der Nähe des Pöppelmann-Walls vor. Diese Stelle war jedoch bereits seit 1939 durch einen anderen Gedenkstein besetzt. Es war das Ehrenmal der 369er in Gestalt einer Sandsteinstele. In dem unteren Drittel war ursprünglich ein Hakenkreuz herausgearbeitet, das nach Kriegsende ausgelöscht wurde. Mitte Januar 1964 wurde dieser Stein auf den Stiftberg umgesetzt und steht heute am Rande der Freifläche gegenüber dem Königin-Mathilden-Gymnasium

Am 6. Februar 1964 tagte für sechs Stunden ein Gutachterausschuss im Städtischen Museum. Es ging um das neue Denkmal, das den Platz des mittlerweile entfernten Steins einnehmen sollte. Unter dem Vorsitz des Landesbaupflegers Brunne wurden die acht eingereichten Arbeiten genauestens unter die Lupe genommen. Schließlich wurde dem Kubenkreuz des aus Wiedenbrück-Linteln stammenden Bildhauers Bernd Hartmann der mit 1.000 DM dotierte erste Preis zugedacht. Den zweiten Platz belegte der Sendenhorster Bernhard Kleinhaus, den dritten schließlich Paul Bronisch aus Kassel mit seinem Kreuzgitter. Obwohl vom Preisgericht (Bildhauer Herrmann aus Münster, Stadtbaudirektor Fiereck, Kreisoberbaurat Gelderblom, dazu die Sachpreisrichter Dr. Schober, Studiendirektor Dr. Stork, Oberstabsintendant a. D. Bierendt sowie die Stadtvertreter Ruth Linders und Werner Kremeyer) nur auf den dritten Platz gesetzt, kauft die Stadt die Arbeit Bronischs als einziges Modell an. Der Presse wurde lediglich mitgeteilt, dass der Gutachterausschuss die Arbeit von Hartmann empfohlen habe. Allerdings müsse die Lösung noch intensiver ausgearbeitet werden. Eine Entscheidung, wer nun tatsächlich den Auftrag bekommen sollte, sei damit jedoch nicht getroffen.  Auch die Finanzierung war nicht geklärt. Die Stadt wollte nur den Platz zur Verfügung stellen, die veranschlagten Kosten der Entwürfe von je 50.000 DM blieben offen. Stadtkämmerer Dr. Oberscheven antwortete auf Nachfrage kurz: “Die Stadt hat den Ideenwettbewerb durchgeführt und stellt auch das Grundstück zur Verfügung. Wer den Bau des Mahnmals finanziert, ist noch nicht bekannt”.
Es dauerte noch vier Jahre, bis schließlich der Entwurf von Prof. Bronisch umgesetzt werden konnte. In der Woche vor dem Totensonntag wurde das Element angeliefert und am Bergertor aufgestellt. Das Denkmal besteht aus sechzehn ineinander verschachtelten Kreuzen, die an einem Eisenpfahl befestigt sind. Davor befindet sich in der Rasenfläche eine Gedenktafel.
Text: Die Opfer der Kriege mahnen zum Frieden.
Anschließend packten die Gärtner des Stadtgärtneramtes die Hacken aus und gestalteten den Bereich ansprechend. Bei der Einweihung waren zahlreiche Persönlichkeiten von Dienststellen des Bundes, des Landes, sowie Abordnungen des Deutschen Soldatenbundes und der Herforder Schützengesellschaft anwesend. In der Festrede betonte Oberbürgermeister Dr. Kurt Schober, das Gitterkreuz sei kein Kriegerdenkmal, sondern ein Mahnmal, das alle an die furchtbaren Zeiten erinnern sollte, die hinter uns lägen und an die Opfer, die der Krieg und seine Folgen gefordert haben.